Zähne können jederzeit verloren gehen oder Schaden nehmen, und dieses Risiko steigt oft mit dem Alter. Zahnersatz dient dazu, fehlende Zähne zu ersetzen, Lücken zu schließen oder bei zahnlosen Kiefern eine vollständige neue Zahnreihe zu schaffen (auch als Dritte Zähne bekannt). Es gibt eine Vielzahl an Optionen, Materialien und Qualitätsniveaus im Bereich des Zahnersatzes. Unser Zahnforum in Regensburg ist auf alle Arten von Zahnersatz spezialisiert. Auf dieser Seite bieten wir Ihnen einen Überblick über das Thema Zahnersatz und stehen Ihnen für weiterführende Beratungen zur Verfügung.
Autoren: Dr. Philipp Bosse, Dr. Pierre Flora
Letzte Aktualisierung: 10.07.2025
Zahnersatz (ZE) bezeichnet den Ersatz von fehlenden Zähnen oder Zahnsubstanz. Dazu gehören Kronen, Brücken, Teil- und Vollprothesen. Oft wird auch der Begriff „Prothetik“ verwendet, der jedoch eigentlich die gesamte Fachdisziplin der Zahnmedizin umfasst, die sich mit der Planung, Herstellung und Einpassung von Zahnersatz beschäftigt.
Unsere Praxis in Regensburg bietet eine Vielzahl von Zahnersatz-Leistungen an, darunter:
Im Verlauf des Lebens kann es aus verschiedenen Gründen zu Schäden oder Verlust von natürlichen Zähnen kommen. Dazu zählen typische Zahnerkrankungen wie Karies und Parodontose, aber auch Entzündungen im Mundbereich. Zusätzlich unterliegen Zähne im Laufe der Zeit einem natürlichen Verschleiß und können an Substanz verlieren, was zu erhöhter Brüchigkeit führen kann. Zahnverlust kann auch durch Unfälle bedingt sein, wodurch einzelne Zähne, ganze Zahnreihen oder sogar alle Zähne betroffen sein können.
Die Auswirkungen eines Zahnverlustes können in Abhängigkeit von seinem Ausmaß und seiner Position äußerst vielfältig sein. Typischerweise umfassen sie eine Beeinträchtigung oder den vollständigen Verlust der Kaufunktion, Schwierigkeiten beim Sprechen und der Artikulation sowie eine deutliche Beeinträchtigung der Ästhetik. Unbehandelte Zahnlücken können zu einem Rückgang des Kieferknochens führen und das Kippen benachbarter Zähne in die Lücke sowie eine Verlängerung des Gegenkiefers bedingen. Darüber hinaus können aus diesen Aspekten weitere Probleme resultieren, wie häufig auftretende Kiefergelenksbeschwerden oder sogar eine craniomandibuläre Dysfunktion (CMD), die mit Kopfschmerzen einhergehen kann. Diese genannten Konsequenzen können zu einem erheblichen Verlust an Lebensqualität führen und eine beträchtliche psychische Belastung verursachen. Aus diesen Gründen ist eine zeitnahe Versorgung mit Zahnersatz von entscheidender Bedeutung.
Das Hauptziel von Zahnersatz besteht darin, fehlende Zähne zu ersetzen, um sowohl die Funktion als auch die Ästhetik des Gebisses zu verbessern. Durch diese Maßnahme wird angestrebt, die Lebensqualität des Patienten zu erhalten oder wiederherzustellen.
Für Zahnersatz stehen verschiedene Materialien zur Verfügung, die sorgfältig und individuell ausgewählt werden sollten, da sie oft ein Leben lang direkten Kontakt mit Zahnfleisch oder Knochen haben können. Im Allgemeinen lassen sich die Materialien in folgende Gruppen einteilen:
Metalle
Bei der Verwendung von Metall für Zahnersatz werden in der Regel Legierungen anstelle von reinen Metallen verwendet. Es gibt zwei Hauptarten von Legierungen: Nicht-Edelmetall-Legierungen (NEM) und Legierungen mit Edelmetall (z. B. Gold). Trotz seiner häufigen Verwendung hat Metall als Material für Zahnersatz einige Nachteile, darunter Korrosion, potenzielles Auslösen von allergischen Reaktionen, elektrische Leitfähigkeit und Geschmacksveränderungen.
Kunststoffe
Kunststoffe finden üblicherweise Verwendung bei der Herstellung von Zahnprothesen, sowohl für die zahnfleischfarbene (tragende) Basis als auch zunehmend für die darauf befestigten Zähne selbst. Darüber hinaus werden Kunststoffe oft für Provisorien oder zur Verblendung von Metallgerüsten eingesetzt. Ähnlich wie bei Metallen ist es wichtig, auf die Verträglichkeit zu achten. Ein Nachteil von Kunststoff ist außerdem, dass er relativ leicht beschädigt oder sogar brechen kann.
Metall-Keramik
Metallkeramik-Zahnersatz besteht aus einem Metallkern, der mit einer Schicht Keramik verblendet wird. Aufgrund der optischen Ähnlichkeit zu natürlichen Zähnen sind Metall-Keramiklösungen besonders häufig im Seitenzahnbereich beliebt. Da allerdings das Gerüst durchscheinen kann, dunkle Ränder zum Teil sichtbar sind und das Risiko eines Chippings (Abplatzen der Verblendung) besteht, werden sie im Frontzahnbereich nicht vorrangig angewendet.
Vollkeramik
Vollkeramischer Zahnersatz besteht ausschließlich aus Keramik. Keramik zählt zu den biokompatiblen Materialien, die Eigenschaften aufweisen, die der natürlichen Zahnhartsubstanz ähneln. Dazu gehören Werkstoffe wie Aluminium-, Magnesium-, Silizium- und Zirkonoxid. Vollkeramik hat aufgrund seiner positiven Eigenschaften einen hervorragenden Ruf und gilt als das beliebteste Material für Zahnersatz. Es ist sehr gut verträglich und allergische Reaktionen oder negative Wechselwirkungen sind quasi nicht bekannt. Zusätzlich besitzt das Material eine Härte, die nahezu der von echten Zähnen entspricht. Ästhetisch betrachtet weist Vollkeramik mit seinen Materialeigenschaften bereits von Natur aus eine hohe Ähnlichkeit zu natürlichen Zähnen auf. Durch spezielle Herstellungsverfahren wie Presskeramik, Schichtkeramik und Farbgebungen ist es sogar möglich, Zahnersatz herzustellen, der optisch nicht von echten Zähnen zu unterscheiden ist.
In der prothetischen Zahnmedizin gibt es grundsätzlich zwei Hauptarten von Zahnersatz: den festsitzenden und den herausnehmbaren Zahnersatz.
Festsitzender Zahnersatz umfasst verschiedene Optionen zur festen Verankerung im Mund:
Herausnehmbarer Zahnersatz bietet flexiblere Lösungen:
Zahnimplantate sind keine eigenständigen Zahnersatzoptionen, sondern künstliche Zahnwurzeln. Sie dienen jedoch als stabilisierende Pfeiler für verschiedene Arten von Zahnersatz, einschließlich Kronen, Brücken und Prothesen. Dabei schonen sie die natürliche Zahnsubstanz, verhindern Knochenrückgang und bieten sichere Verankerungsmöglichkeiten.
Zahnkronen
Zahnkronen dienen als Ersatz für den sichtbaren Teil eines Zahns. Sie können entweder auf einem präparierten natürlichen Zahn oder einem Zahnimplantat befestigt werden. Bei Teilschäden am Zahn kommen Teilkronen, Inlays und Onlays zum Einsatz, um den betroffenen Bereich wiederherzustellen.
Zahnbrücken
Zahnbrücken werden verwendet, um Zahnlücken zu schließen. Sie bestehen aus mehreren Gliedern und können auf natürlichen Zähnen, Implantaten oder einer Kombination aus beidem (sogenannte Verbundbrücken) befestigt werden. Sie kommen insbesondere dann zum Einsatz, wenn Lücken vorhanden sind und auch die benachbarten Zähne beschädigt sind.
Adhäsivprothetik
Adhäsivprothetik ermöglicht es, spezielle Brücken und Kronen besonders zahnschonend durch Aufkleben auf vorhandenen Zähnen anzubringen. Diese Art von Brücken wird auch als Klebe- oder Marylandbrücken bezeichnet. Ein großer Vorteil dieser Methode ist, dass die benachbarten Zähne nicht oder nur minimal angeschliffen werden müssen. Aus diesem Grund wird diese Technik oft bei Kindern und Jugendlichen angewendet.
Veneers
Veneers sind dünne, zahnfarbene Schalen aus Vollkeramik, die in erster Linie der ästhetischen Verbesserung dienen. Sie werden mit Spezialkleber auf die Zahnoberfläche aufgebracht. Veneers sind besonders nützlich bei verfärbten Zähnen oder Zahnfehlstellungen. Sie gelten als eine führende Methode, um ästhetisch ansprechende Ergebnisse auf einfache Weise zu erzielen.
Festsitzende Implantatprothetik
Die festsitzende Implantatprothetik ist eine wegweisende Entwicklung in der modernen Zahnmedizin, insbesondere für Patienten mit zahnlosem Kiefer. Dabei werden 6-8 Zahnimplantate pro Kiefer gesetzt, um eine umfangreiche Zahnbrücke mit 14 Gliedern zu verankern. Hochwertige Ergebnisse sind kaum von natürlichen Zähnen zu unterscheiden, sowohl in Bezug auf Funktion als auch Ästhetik. Diese Methode eignet sich auch für große Zahnlücken und bietet eine vollständige Zahnrekonstruktion, was sie zur bevorzugten Alternative gegenüber herausnehmbaren Zahnprothesen macht.
Eine Besonderheit ist die Methode „Feste Zähne an einem Tag“. Hier sind pro Kiefer in der Regel nur 4 Spezialimplantate erforderlich, auf denen dann eine Zahnbrücke montiert wird. Diese Spezialimplantate sind sofort belastbar, wodurch Patienten innerhalb nur eines Tages einen festen Zahnersatz erhalten können.
Vollprothesen
Vollprothesen, auch bekannt als Totalprothesen oder im Volksmund als „Gebiss“ oder „die Dritten“ bezeichnet, sind eine Form des herausnehmbaren Zahnersatzes für Personen mit einem vollständig zahnlosen Kiefer. Diese Prothesen bestehen in der Regel aus Kunststoff und werden auf einer zahnfleischfarbenen Basis platziert, auf die Kunststoffzähne montiert sind. Zur Befestigung am Kiefer ist häufig eine Haftcreme notwendig. Obwohl Vollprothesen als kostengünstige und zeitsparende Lösung gelten, sind sie mit einigen Nachteilen verbunden. Die Hauptprobleme liegen in der relativ instabilen Befestigung, was zu häufigem Herausfallen oder Verrutschen führen kann. Dies kann wiederum Schwierigkeiten beim Sprechen oder Essen verursachen. Darüber hinaus kann das Geschmacksempfinden beeinträchtigt werden. Bei schlecht sitzenden Prothesen können Druckstellen, Entzündungen, Rötungen und Schwellungen auftreten. Auch die ästhetische Qualität ist nicht optimal. Insgesamt empfinden viele Patienten Vollprothesen als einen erheblichen Einschnitt in ihre Lebensqualität.
Teilprothesen
Teilprothesen werden eingesetzt, wenn einige Zähne noch vorhanden sind. Sie bestehen aus Kunststoff und werden mithilfe von Metallbügeln an gesunden Zähnen befestigt, ähnlich wie Vollprothesen. Es gibt verschiedene Arten von Teilprothesen, jede mit ihren eigenen Vor- und Nachteilen. Zu den bekannten Varianten gehören Klammerprothesen (Modellgussprothesen), Stegprothesen und Teleskopprothesen (Doppelkronenprothesen). Der Vorteil von Teilprothesen liegt darin, dass sie mit wenig Aufwand die Kaufunktion und das Sprachvermögen wiederherstellen sowie bedingt kosmetische Korrekturen ermöglichen. Typische Probleme wie Haft- und Sprachprobleme von Vollprothesen werden hiermit seltener. Allerdings können Teilprothesen optische Nachteile aufweisen, zum Beispiel durch sichtbares Metall, sowie einen möglichen Metallgeschmack und einen geringeren Tragekomfort. Außerdem können Druckstellen auftreten.
Herausnehmbare Implantat-getragene Prothesen
Implantatgetragene Prothesen sind entweder Voll- oder Teilprothesen, die mithilfe von Implantaten im Kiefer verankert werden. Spezielle Halteelemente ermöglichen es, sie sicher im Kiefer zu befestigen und ebenso bequem wieder zu entfernen. Zu den bekanntesten Formen gehören die Locatorprothese, die Doppelkronenprothese, der Kugelkopfanker, die Stegversorgung und die Magnet-Attachments.
Eine Zahnersatzbehandlung umfasst mehrere Schritte:
Eine gute Pflege ist entscheidend für die langfristige Haltbarkeit Ihres Zahnersatzes. Für festsitzenden Zahnersatz ist eine gründliche häusliche Zahnpflege unerlässlich. Herausnehmbare Prothesen sollten täglich gereinigt werden. Zusätzlich empfehlen wir zweimal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung. Beachten Sie bitte, dass Rauchen und insuffiziente Mundhygiene die Haltbarkeit Ihres Zahnersatzes negativ beeinflussen kann.
Mit einer ordnungsgemäßen Pflege kann hochwertiger Zahnersatz von erstklassiger Qualität ein Leben lang halten.
Qualitätsunterschiede im Bereich Zahnersatz sind beträchtlich und daher von hoher Bedeutung. Hier einige wichtige Punkte:
Die Frage der Kosten im Zusammenhang mit Zahnersatz lässt sich nicht pauschal beantworten, da sie von verschiedenen Faktoren abhängt. Neben den verwendeten Materialien spielen auch die Form des Zahnersatzes, der Umfang der Behandlung, mögliche Komplikationen während des Eingriffs und zusätzliche Leistungen eine Rolle bei der Preisgestaltung.
Gesetzlich versicherte Patienten
Für gesetzlich versicherte Patienten gewähren die gesetzlichen Krankenkassen einen Festzuschuss für Zahnersatz. Dieser liegt in der Regel zwischen 60 und 75% der Kosten für die Regelversorgung und kann in Härtefällen sogar 100% betragen. Wenn Sie Leistungen beanspruchen möchten, die über den Festzuschuss hinausgehen, müssen Sie diese privat bezahlen. In einigen Fällen können Sie jedoch die Zuzahlung steuerlich geltend machen.
Bevor Sie private Zusatzleistungen in Anspruch nehmen, muss Ihr Zahnarzt Sie umfassend über alle verfügbaren Alternativen zur Zahnersatzversorgung und die damit verbundenen Kosten informieren. Anschließend erstellt der Zahnarzt einen individuellen Heil- und Kostenplan, und Sie erhalten einen Kostenvoranschlag vom Dentallabor. Diesen können Sie dann als Antrag bei Ihrer Krankenkasse einreichen, die ihn in der Regel innerhalb von einigen Tagen bis Wochen überprüft und über die Kostenübernahme entscheidet.
Eine Option, um die Zuzahlung zu decken, bietet eine Zahnzusatzversicherung. Diese muss jedoch bereits vor Beginn der Behandlung abgeschlossen sein. Im Allgemeinen gilt: Wenn Patienten Wert auf hochwertigen und ästhetisch ansprechenden Zahnersatz legen, sollten sie frühzeitig eine Zahnzusatzversicherung abschließen.
Privatpatienten
Seit 2012 regelt die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) die Bezahlung zahnärztlicher Leistungen privatversicherter Patienten. Die Höhe der Kosten, die von der Versicherung erstattet werden, hängt von Ihrem individuellen Versicherungstarif ab. In der Regel übernehmen private Krankenversicherungen zwischen 70 und 100 % der Kosten für Zahnersatz.
Unser Zahnforum Regensburg zeichnet sich durch eine umfassende Spezialisierung auf sämtliche Formen von Zahnersatz aus. Wir bieten:


